Wearables in the Spotlight - April: Microsoft HoloLens 2

Ubimax, 16.04.2019

Als weltweit führender Experte für Wearable Computing ist es nur selbstverständlich, dass es bei uns tagtäglich um Wearables geht. Deshalb stehen sie auch im Mittelpunkt unserer Blog-Serie „Wearables in the Spotlight“! Unabhängig von den Herstellern, Qualitätsurteilen oder anderen Präferenzen wollen wir in beliebiger Reihenfolge die Geräte unter die Lupe nehmen, mit denen unsere Kunden arbeiten und ihre Geschäftsprozesse optimieren.

Die Blog-Serie ist vor allem für die Leser perfekt, die unsere Leidenschaft für Wearables teilen.

Mit Microsoft HoloLens hat Microsoft im Jahr 2016 den ersten kabellosen holographischen Computer auf Basis der Microsoft Mixed Reality Plattform vorgestellt, welche neue Möglichkeiten der interaktiven Hologrammdarstellung ermöglicht hat. Mit der Microsoft HoloLens 2 rückt Microsoft den Gebrauch des Geräts im industriellen Umfeld stärker in den Fokus und bietet darüber hinaus noch einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger.

Gerätetyp | Binokulare Datenbrille
Erscheinungsjahr | 2019
Hersteller | Microsoft
Gewicht | noch nicht bekannt
Was macht sie besonders | genaue räumliche Verortung, interaktive Hologramme

Display und Gewicht

Am 24. Februar 2019 hat Microsoft HoloLens 2 vorgestellt. Die auffälligste Neuerung ist wohl die Vergrößerung des Displays. Auch an der Auflösung hat das Unternehmen gearbeitet. Pro Auge beträgt diese 2K anstelle der bisherigen 720p. Mit einer holographischen Dichte von 47 Pixel pro Sichtgrad ist es problemlos möglich einen Text in Schriftgröße 8 zu lesen. Durch zwei auf dem Nasensteg verbaute Kameras erkennt die Brille zudem den Augenabstand des Trägers und passt sich automatisch daran an. Damit kann die Brille auch hohen Sicherheitsstandards gerecht werden, da die beiden Kameras die Iris des Trägers erfassen und sie sich dadurch personalisiert entsperren lässt. Ein weiteres neues Feature beim Display ist, dass es sich hochklappen lässt, um ohne Umstände mit dem realen Umfeld interagieren zu können.

Das genaue Gewicht von Microsoft HoloLens 2 ist zwar noch nicht bekannt, sie ist allerdings nicht viel leichter als ihr Vorgängermodell. Die Unterschiede liegen jedoch im gefühlten Gewicht. Der Akku und andere Hardwarekomponenten sind im hinteren Teil der Brille verbaut, wodurch sie besser ausbalanciert und so komfortabler zu tragen ist.

Leistung und Spezifikationen

Auch an der generellen Leistungsfähigkeit hat Microsoft Verbesserungen vorgenommen. Die Kamera verfügt nun über 8 Megapixel für Fotos und kann Videos mit einer Auflösung von 1080p aufnehmen. Damit sind noch mehr Details erkennbar, was beispielsweise der Aufnahmequalität der Ubimax-Fernassistenzlösung xAssist zugutekommt.

Außerdem ist in Microsoft HoloLens 2 ein leistungsstarker Qualcomm Snapdragon 850 Chip verbaut. Die aufwendigen Modell-Berechnungen laufen so schneller und reibungsloser ab. Eine wichtige Neuerung ist auch, dass das Gerät Berechnungen in der Cloud-Plattform Microsoft Azure – bei kombinierter Nutzung – ausführen kann, sodass die Rechenleistung der Brille höher ist.

Eine Verbindung zu anderen Geräten lässt sich per Bluetooth oder Wi-Fi herstellen, das Aufladen erfolgt per USB-C Anschluss. Im Betrieb hält der Akku knapp drei Stunden ohne Unterbrechung.

Interaktion und Hologrammfunktionalität

Bei der ersten Generation von Microsoft HoloLens war die Interaktion mit dem Gerät auf wenige Gesten beschränkt. Mit der neuen Version verspricht Microsoft die Erkennung von 25 natürlichen Handzeichen per Gesture-Tracking. Doch auch in anderen Bereichen der Interaktion gibt es Verbesserungen, etwa in der Stimmerkennung. Mit fünf Mikrofonen und Lautsprechern besteht eine gute räumliche Verortung von Geräuschen sowie eine optimierte Erkennung von Sprachbefehlen. Ebenso positiv für die Bedienung ist die Steuerung per Eye-Tracking: Beim Lesen eines Texts scrollt die Brille beispielsweise automatisch weiter nach unten, wenn der Leser sich dem Ende der Seite nähert.

Was die Microsoft HoloLens so besonders macht, ist die Fähigkeit Hologramme darzustellen und genau im Raum zu verorten. Dafür ist eine Holographic Processing Unit (HPU) verbaut. Diese wurde bei der zweiten Generation überarbeitet und optimiert. Dadurch können Hologramme noch detaillierter dargestellt werden. Mit den natürlichen Interaktionsmethoden ist auch das Interagieren mit den Hologrammen umfangreicher und intuitiver möglich. Wichtig bei Microsoft HoloLens 2 ist auch, dass die Navigationsfähigkeit der Brille mit einer optimierten Sensorik auf ein höheres Level gehoben wurde, da besonders im industriellen Umfeld Informationen und Umgebungshinweise genau verortet sein müssen. Dazu werden die aus der ersten Microsoft HoloLens bekannten IMU-Sensoren verwendet, während der Tiefensensor mit der hauseigenen Lösung Azure Kinect eine noch bessere Performance bietet. Damit können die Hologramme besser an dem relevanten Standort modelliert werden.

Fortführung der Zusammenarbeit

Wie schon bei der ersten Generation macht Ubimax auch auf der neuen Microsoft HoloLens 2 seine Frontline Plattform verfügbar. Durch die optimierten technologischen Rahmenbedingungen werden die Applikationen noch besser für den Anwender nutzbar sein.

Bisher hat Ubimax Microsoft HoloLens im Praxisverbund mit PTS Logistics getestet. Bei dem Projekt ging es darum, Kommissionier- und Verpackungsprozesse mit der Lösung xPick zu unterstützen. Auch in Forschungsprojekten wird Microsoft HoloLens bereits verwendet. Im Projekt RadAR+ dient sie dazu, als Reiseassistenzsystem Umgebungshinweise per Hologramm in Echtzeit und standortbasiert einzublenden. Im kürzlich gestarteten SumSens-Projekt wird sie zudem dazu verwendet, ein Assistenzsystem für die Sensorinstallation zu Raumfahrtzwecken zu realisieren und im Anschluss notwendige Sensordaten zu visualisieren.

Bereits auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona konnten Vertreter von Ubimax, CEO Dr. Hendrik Witt und Vice President of Business Development Leonid Poliakov, die Brille testen und zeigen sich begeistert: „Mit HoloLens 2 bekennt sich Microsoft eindeutig zur Zukunft von Mixed Reality beziehungsweise der Wearable-Computing-Technologie für gewerbliche Anwendungen. Die neuen Funktionen, wie das hochklappbare Visier und die verbesserten Interaktionsmöglichkeiten sind nicht nur praktisch, sondern bringen unseren Kunden auch einen echten Mehrwert.“, so Witt.