Wearables in the Spotlight – Mai: Microsoft HoloLens

Ubimax, 14.05.2018

Als weltweit führender Experte für Wearable Computing ist es nur selbstverständlich, dass es bei uns tagtäglich um Wearables geht. Deshalb stehen sie auch im Mittelpunkt unserer neuen Blog-Serie! Unabhängig von den Herstellern, Qualitätsurteilen oder anderen Präferenzen wollen wir in beliebiger Reihenfolge die Geräte unter die Lupe nehmen, mit denen unsere Kunden arbeiten und ihre Geschäftsprozesse optimieren.

Die Blog-Serie ist vor allem für die Leser perfekt, die unsere Leidenschaft für Wearables teilen. Jeden Monat stellen wir ein neues Modell vor: von Smart Brillen über Smart Watches bis hin zu Bestätigungsgeräten.

Diesen Monat widmen wir uns in unserer Blogreihe dem Smart Glass Flaggschiff von Microsoft – der HoloLens. Im März 2016 in den USA veröffentlicht, bietet Microsofts Datenbrille aufregende Möglichkeiten rund um Mixed Reality!

Gerätetyp | Binokulare Datenbrille
Erscheinungsjahr | 2016
Hersteller | Microsoft
Gewicht | 579g
Was macht sie besonders | 3D-Modellprojektion, präzise Raumerkennung, Holographic Processing Unit

Mixed Reality

An der Schnittstelle von Augmented und Virtual Reality entsteht Mixed Reality. Komponenten beider Technologien fließen hier zusammen und gewähren denjenigen, die in ihre Welt eintauchen, erstaunliche Möglichkeiten.

Mit der HoloLens bietet Technologie-Gigant Microsoft eine kabellose binokulare Datenbrille (Smart Glass) mit transparenten Gläsern und integriertem Headset auf der Basis von Windows 10 an. Durch sie lässt sich die Realität um dreidimensionale Modelle erweitern.

Leistungsstarke HPU, GPU und CPU - 1 Billion Berechnungen pro Sekunde

Ausgestattet mit einem präzisen Inertialsensor (Kombination aus Beschleunigungs- und Drehsensoren), einer Tiefenkamera, vier Umgebungskameras, einer 2 Megapixel Kamera für HD Foto- und Videoaufnahmen, vier Mikrofonen, Lautsprechern und einen räumlichen Lichtsensor hat die HoloLens ein enormes Aufnahmepotenzial für ihre Umgebung.

Durch die IMU (Inertiale Messeinheit, englisch Inertial Measurement Unit) und die Umgebungskameras nimmt die HoloLens ihre Umgebung als dreidimensionalen Raum wahr, kann die Oberflächenstruktur von Gegenständen berechnen sowie die eigene Position im Raum bestimmen. Die Verarbeitung der zahlreichen Gigabyte an Daten, die pro Sekunde von den Sensoren der HoloLens aufgenommen werden, übernimmt die integrierte und speziell für die HoloLens entwickelte HPU (Holographic Processing Unit). Die verarbeiteten Daten werden dann an die CPU (Central Processing Unit) weitergeleitet. Dank dieses Zusammenspiels von GPU (Graphics Processing Unit), HPU und CPU ist volle Rechenleistung beim Ausführen von Windows 10 gewährleistet und die HoloLens kann völlig autonom, ohne externen Rechner genutzt werden.

Qualitätssicherung im eigenen Wohnzimmer

Die integrierte Tiefenkamera ermöglicht es, von der Brille erzeugte Hologramme direkt in den Raum zu „pinnen“. Die Art von Hologrammen ist vielfältig – von Desktopverknüpfungen, Ordnerfenstern oder Videokonferenzen über dreidimensionale Objekte, bis hin zum Jump ‘n Run Spiel auf dem Mobiliar des eigenen Wohnzimmers ist alles möglich.

Ist ein Hologramm im Raum positioniert, kann mit diesem interagiert werden – ähnlich wie mit einer Maus und dem Windows-Explorer. Der Unterschied: der Cursor wird mittels Gaze-Tracking bewegt und durch die HoloLens typische Geste (Daumen und Zeigefinger formen vor der Brille ein großes „L“ und werden zur Auswahl einmal schnell zusammengeschnippt) geklickt. So wird beispielsweise das erwähnte Auto mithilfe des Blickes an eine geeignete Position bewegt (ist ein Hindernis im Weg, erkennt die Brille dieses), dort per Fingergeste „geparkt“ und anschließend von allen Seiten maßstabsgetreu betrachtet – und dies gilt auch für den Innenraum. Türen lassen sich durch Fingerschnipp öffnen. Hier bietet die HoloLens ein enormes Potenzial für die Weiterentwicklung im Bereich der Qualitätssicherung und 3D Besichtigung. Auch hochauflösende Videomitschnitte lassen sich anfertigen, sodass das Gesehene später noch einmal betrachtet oder per Live- Stream übertragen werden kann. Die Verbindung mit dem Internet erfolgt via WiFi.

Der Akku leistet bei konstanter Beanspruchung etwa drei Stunden Laufzeit (bis zu 14 Tage im Standby) und wird per Micro-USB-Kabel aufgeladen. Die Brille ist während des Ladevorganges voll funktionsfähig. Ein 3,5mm Klinkenausgang zum Anschluss externer Audiowiedergabegeräte ist ebenfalls vorhanden.

Blick nach vorne mit der HoloLens

Bei Ubimax spielt die HoloLens unter anderem in der Forschung und Entwicklung eine prägnante Rolle. Das große Aufnahmepotenzial der Sensoren bietet viel Raum für neue Erkenntnisse in Augmented und Mixed Reality. Das Forschungsprojekt „RadAR+“ beispielsweise beleuchtet unter anderem die Thematik der Indoor-Navigation, die mit auf die Datenbrille projizierten Hologrammen, wie Richtungspfeilen oder Informationstafeln, arbeitet.

Auch industriell bietet die HoloLens spannende Anwendungsmöglichkeiten. So lassen sich Arbeitsanweisungen, Vermessungen, Bauinstruktionen, oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen anhand von dreidimensionalen Hologrammen darstellen. Gemeinsam mit der PTS Logistics Group wurden in einem spannenden Showcase Anwendungsfälle zur effizienten Umverpackung von Waren getestet.

Der Weg ist frei

Durch die fortschrittliche Sensorik bietet die HoloLens als erste, vollkommen autonom nutzbare Smart Glass eine bislang beispiellose Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten, die sowohl in der Industrie als auch im Privaten ein großes Potenzial für Innovationen mit sich bringen.
Wir sind höchst gespannt auf die weitere Entwicklung und bleiben natürlich weiterhin ganz vorne mit dabei, wenn es um die Ausschöpfung der Möglichkeiten von Microsofts Mixed Reality Brille geht!

(Redaktion: Janosch Nauland)