Finale Olé! Ubimax unter den Top 3 des Deutschen Innovationspreises 2018

Julia Widmer, 08.05.2018

Wenn Accenture, Daimler, EnBW und die WirtschaftsWoche gemeinsame Sache machen, kann es sich nur um Innovation drehen. Seit mittlerweile neun Jahren ehrt die gemeinsame Initiative „Der Deutsche Innovationspreis“ herausragende Produktinnovationen, zukunftsorientierte Geschäftsmodelle, Prozesse und Services sowie Organisations- und Marketingneuerungen, die die deutsche Unternehmenslandschaft und Märkte wegweisend prägen. So auch in diesem Jahr. Unter dem Motto „Innovation X – Space is the limit“ trafen sich rund 250 hochkarätige Vertreter aus Forschung, Politik und Gesellschaft mit Deutschlands innovativsten Unternehmen im Münchner Kesselhaus.

Ubimax war mit von der Partie. Als stolzer Finalist in der Kategorie Start-Up schafften wir es mit unserer Augmented Reality Lösungsplattform Ubimax Frontline bis in die letzte Runde. Lesen Sie im Folgenden, was die Nominierung von Ubimax Frontline für die renommierteste Wirtschaftsauszeichnung für Dr. Hendrik Witt, Ubimax CEO und das Unternehmen bedeutet, wie wir uns am deutschen Wirtschaftsstandort positionieren und wie offen Deutschland Innovation gegenübersteht.

Fangen wir von vorne an: Was ist das Besondere an Ubimax Frontline?

Hendrik Witt: Ubimax Frontline ist unsere industrieübergreifende Augmented Reality Lösungs-Suite für den mobilen Arbeiter. Ich erwähne an dieser Stelle gerne den Microsoft Office Ansatz – ähnlich zum Technologiesprung, der durch Office ermöglicht wurde, vereint Ubimax Frontline unsere vier Lösungen xPick, xMake, xInspect und xAssist und funktioniert als universelle Plattform für Logistik, Fertigung, Instandhaltung und weitere Industriefelder auf Basis moderner Wearable Computing Technologien.

Das Besondere an Ubimax Frontline ist der einzigartige Suite-Ansatz. Als Teil der Plattform sind die Ubimax Frontline Lösungen mehr als nur ein Zusammenschluss einzelner marktführender Software Lösungen – im Paket erzielen sie für individuelle Lösungen unübertroffene Vorteile hinsichtlich IT-Komplexität, Produktivität und Effizient. Der ergänzende Frontline Creator ermöglicht es Kunden und Partnern nun erstmalig, selbstständig Augmented Reality Anwendungen für Datenbrillen auf Basis der Plattform zu entwickeln, zu verbessern oder zu verändern – für eine optimale Reaktion auf operative Herausforderungen ohne zeit- und kostenintensive Anfragen an die IT.

Wie kam es zur Innovation?

Hendrik Witt: Wir sehen, dass sich 80% der Arbeitskraft rund um den Globus heute auf Bereiche jenseits des Schreibtisches verlagert. Während in Zeiten der Digitalisierung viele Geschäftsprozesse profitieren, bleiben mobile, „schreibtischlose“ Arbeiter oft auf der Strecke. Mit steigender Komplexität von Produkten und Prozessen stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Effizienz und Effektivität von Geschäftsprozessen zu erhalten, was mit Ausgaben in Millionenhöhe einhergeht.

Mit der Verfügbarkeit produktiv einsetzbarer Wearables wie Glass und basierend auf dem von mir mitgeleiteten EU-geförderten Projekt WearIT@Work wurde das Unternehmen Ubimax im Januar 2014 gegründet. Als essentieller Bestandteil von Unternehmen auf dem Weg zur Industrie 4.0 beziehungsweise dem Eingangstor zum Internet of Things setzen wir mit Ubimax Frontline genau dort an: In Verbindung mit Datenbrillen stellen unsere Lösungen Informationen und Anleitungen digital bereit und zwar genau dort, wo sie benötigt werden – im Sichtfeld der Werker. Freihändiges, flexibles Arbeiten und „out of the box“ Funktionen des Frontline Command Centers wie das Dokumentieren und Kontrollieren von Aktivitäten, KPI Messungen und direkter Nachrichtenaustausch schaffen eine messbar höhere Transparenz auf dem Shopfloor.

Inwieweit kommt die Innovation dem Wirtschaftsstandort Deutschland zugute?

Hendrik Witt: Das weltweite Marktvolumen rein für den Enterprise-Bereich wird laut diverser Studien bis Ende 2018 auf etwa 6 Milliarden Euro wachsen. Als einer der Marktführer sind wir mit unserer Wearable Computing Plattform in einer sehr aussichtsreichen Position, um zusammen mit diesem Markt sehr schnell zu wachsen und Unternehmen aller Größen bei den häufigsten Herausforderungen bei Inbetriebnahme und technologischer Integration von Wearable Computing optimal zu begleiten.

Was bedeutet die Nominierung für den Deutschen Innovationspreis für Ubimax?

Hendrik Witt: Als digitaler Vorreiter freuen wir uns natürlich, dass unser Geschäftsmodell über viele Wirtschaftsebenen hinweg sichtbar ist. Und nicht nur das – wir bedienen heute über 200 Kunden und schaffen so einen echten Mehrwert in unterschiedlichsten Branchen rund um den Globus, ein gutes Gefühl! Der Deutsche Innovationspreis ist eine der hochkarätigsten nationalen Auszeichnungen und wir und auch unsere Kunden sehen dadurch, dass unsere innovative Arbeit anerkannt wird.

Und für Dich persönlich?

Hendrik Witt: Ich bin natürlich mächtig stolz, dass wir bei diesem prestigeträchtigen Preis bis unter die drei Finalisten gekommen sind. Es zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind und diese Themen für viele Unternehmen relevant sind. In Zeiten steigender Standardisierung ist es der Mensch, der bei uns im Fokus steht und den wir durch unser Lösungsangebot bestmöglich in seinen täglichen manuellen Aufgaben unterstützen wollen. Es ist mein Anliegen, dort anzusetzen, wo großes Optimierungspotenzial besteht und sich nicht selten gegen menschliche Arbeitskraft entschieden wird – an der Schnittstelle zwischen IT und Realität. Ubimax ermöglicht es mobilen Werkern sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, ihre physischen Aufgaben. Irritierende Interaktionen mit statischen Computersystemen sollten meiner Meinung nach kein Bestandteil zukunftsgerichteter Unternehmensführung mehr sein. Es freut mich, dass die Initiative Deutscher Innovationspreis unserer Message eine nationale Bühne bietet.

Wie offen steht Deutschland Innovation gegenüber?

Hendrik Witt: Das kommt ganz darauf an. Es gibt Innovatoren unter den deutschen Unternehmen, die arbeiten bereits seit vier Jahren produktiv mit unseren Lösungen und profitieren täglich von den Vorteilen. Dann gibt es andere Unternehmen, die sich gerade erst entschlossen haben zum Beispiel Innovationsmanager zu benennen, um Innovationsprojekte im Unternehmen zu generieren. Dabei stoßen sie dann oft an Widerstände im eigenen Haus. Das ist natürlich schade, weil echte Chancen für Effizienzsteigerungen nicht genutzt werden und die Unternehmen damit natürlich auf längere Sicht auch nicht wettbewerbsfähiger z.B. gegenüber ausländischer Konkurrenz werden. Generell hat uns aber unter anderem die diesjährige Hannover Messe gezeigt, dass viele Unternehmen ganz aktiv nach effizienten innovativen Lösungen suchen, um durch Digitalisierung ihre Prozesse zu verbessern.

Vielen Dank, Hendrik.